Gehört Milch in die Kühlschranktür ?


Eine Hitzewelle im Sommer kann auch dem Kühlschrank ganz schön einheizen.

Hat die Wärme durch Fenster und Türen den Weg in die Wohnräume gefunden, sollten wir unsere Lebensmittel richtig lagern. Bei hohen Temperaturen verderben empfindliche Lebensmittel schneller. Magenkrämpfe, Durchfall und Erbrechen können die Folge von Lebensmittelvergiftungen sein. Für Risikogruppen wie Schwangere, kleine Kinder und ältere Menschen können diese sogar lebensbedrohlich sein. Deswegen ist bei hohen Temperaturen die richtige Lagerung von Speisen, der Austausch von Küchenutensilien und gründliches Händewaschen besonders wichtig. Um Lebensmittel-Infektionen zu verhindern, sollten Obstschalen (Schüsseln), Brotdosen und Kühlschränke regelmäßig gereinigt werden.

Auch Lebensmittel kommen ins Schwitzen.

Wenn Lebensmittel in der Sonne schwitzen, vermehren sich Mikroorganismen wie Salmonellen und andere Bakterien rasend schnell. Zum Warmhalten von Speisen ist eine Hitze von über 65 Grad ideal, diese sollten dann alsbald verzehrt, oder innerhalb weniger Stunden auf unter 7 Grad abgekühlt werden. Unter 10 Grad vermehren sich Keime weniger schnell. Selbstgemachte Speisen mit rohen Eiern sollten nicht länger als einen Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Temperaturzonen im Kühlschrank.

Im oberen Teil des Kühlschrankes ist es mit etwa 6 bis 8 Grad am Wärmsten, was sich nur für konservierte Lebensmittel eignet. Die Temperatur im mittleren Teil liegt zwischen 4 und 5 Grad, ist aber für Milchprodukte wie Käse, Joghurt, Milch, Rahm u.s.w. passend.

Die ungeöffnete Milch

eher im mittleren Teil des Kühlschranks lagern. Natürlich kann die Milch auch in der Tür stehen, ansonsten würde die offene Milch vielleicht auslaufen, und das ist auch nicht lustig. Offene Milch wird ja nicht unbedingt wochenlang in der Tür stehen, und wenn sie schon etwas drüber ist, merkt man dies sowieso.

Warum der Kühlschrank so heißt.

Kalte Lebensmittel die im Kühlschrank bereits abgekühlt sind, speichern die Kälte. Somit ist ein voller Kühlschrank ein richtig guter Kältespeicher. Warme Speisen kann man zwar gleich in den Kühlschrank stellen, es wird nur mehr Energie verbraucht, weil sie die Temperatur im Inneren erhöht.

In den Kühlschrank rein darf:

Karfiol, Brokkoli, Lauch, Karotten, Salate, Spargel und Beerenobst. Sie halten im Gemüsefach am längsten.

Nicht hinein gehören:

Äpfel, Bananen, Orangen, Pfirsiche, Mangos, Zitrusfrüchte, Kürbis, grüne Bohnen, Zucchini, Auberginen, Gurken, Ingwer, Kartoffeln, Paprika, Olivenöl, Honig, Paradeiser, Knoblauch und Zwiebel. Sie alle sollten licht-geschützt bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.

Auch Brot ist für den Kühlschrank nicht unbedingt geeignet, weil es die Kälte zu sehr austrocknet, und das Brot relativ schnell an Geschmack verliert. Ein halbes Brot eher einfrieren, denn beim Auftauen geben die Eiskristalle wieder Feuchtigkeit ab, so schmeckt das Brot länger frisch. Aber wiederum nicht zu lange einfrieren, da es dabei ebenfalls denn Geschmack verliert.

Text: Landherz / Herbert König | Fotos: pixabay